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...Christus als Apotheker...

Der äußere Teil des Bildes weist auf das äußere Umfeld, in dem die Heilmittel entstehen, in Zusammenhang mit einigen Charakteristika des Zechenortes Ratheim.

Oben sehen wir eine dreifache Lichterscheinung. In der Mitte oben, das geistige Licht. Links das natürliche Licht der Sonne und rechts die Elektrizität des Blitzes, die auch im Bereich des Nervensystems und Erkennens ihren Platz hat.

Dazwischen, unter dem geistigen Licht, spannt sich der Regenbogen, das Dunkle vom Hellen trennend. Der Regenbogen ist zugleich eine Brücke, die an die göttliche Verheißung erinnert, nicht noch einmal die Menschheit zu vernichten.

Der Wald, siw auch die Kohle stellen Verwandlungsstufen des Lichtes dar. Licht, welches Leben in Pflanzen und Bäumen bildet. Die Kohle, die aus vergangenem Leben stammt, gibt ihr Licht in Form von Wärme wieder frei.

Aus den verborgenen Tiefen werden die Geheimnisse, Schätze und Kräfte der Erde mühevoll wieder ans Licht gebracht.

 

 

 

 

 

Im unteren Teil des Bildes finden wir eine Entsprechung zum geistigen Licht in der Religion, der Kirche, der Heilmittelzubereitung - die Apotheke. Die Apotheke, die sich vom Licht der Natur - vom Licht Gottes leiten läßt. Das geistige Kräftewirken in der Natur ist in der Achatmandel dargestellt.

 

 

Die innere Darstellung des Triptychons kann als das seelische Bild der Heilmittelzubereitung gesehen werden. In seinem Zentrum finden wir Christus als Apotheker, den Heiland der Welt. Er verwandelt Wasser in Wein und Wein in sein Blut.

Ihm stehen die schöpferischen Kräfte der Dreifaltigkeit zu Gebote, deren Vermittler er ist. Er steht, in seinem eigenen Innenraum ruhend, zwischen den Polaritäten des Tages und der Nacht mit ihren jeweiligen Kräften, Pflanzen, Tieren, Mineralien.

Ihm zur Seite stehen auf der Tagseite die Tugenden, auf der Nachseite die Sünden als Arzneien bzw. als Gifte, die wenn sie gereinigt und zubereitet werden auch zur Entgiftung dienen können bzw. zum Heilmittel verwandelt werden.

Den 4 Grundtugenden Glaube, Liebe, Hoffnung und Starkmut stehen die 4 Säulen der Medizin des Paracelsus Alchemie, Philosophie, Astronomie und Tugend gegenüber.

Die Bögen über den Säulen tragen alchimistische Symbole. Sie beginnen links bei grundlegenden Symbolen, die offen zutage treten, wie Sal, Merkur und Sulphur. Sie gehen über die Siebenheit der Planeten, die Zwölfheit der Tierkreiszeichen zu den 4 klassischen Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde, die in der Mitte zum Davidstern vereinigt sind. Am meisten verborgen sind die Kräfte der Hauptsalze der Alchemie (Urin, Weinstein, Salmiak, Alaun, Salpeter und Vitriol). Hier ist ein Weg vom offenen schöpferischen Sonnen- und Sulphur-Pol zum erkennenden und verborgenen Bewußtseinspol des Sal-Prinzips. Vermittelnd als der große und wahre Merkur dazwischen, Christus.

Barbara Hedderich-Nagel


(die Künstlerin Barbara Hedderich-Nagel malt auch für andere interessierte Menschen. Wir vermitteln gerne einen Kontakt)